Doppelte Unsichtbarkeit — es ist Zeit, hinzuhören
Berlin wurde wie kaum eine andere Stadt von Migration geprägt — und doch leben viele Menschen ab 50+ Jahren trotz jahrzehntelanger Lebensleistung in schmerzhafter Isolation. Sprachbarrieren, eingeschränkte Mobilität und fehlender Zugang zu Angeboten schneiden sie von der Stadtgesellschaft ab. Ihr Alter wird oft fälschlich als „gesellschaftlich nicht mehr gebraucht“ gelesen — dabei drohen wertvolle Erfahrungen von Ankunft und Resilienz in Vergessenheit zu geraten.
Unser Ansatz: Vom Hilfeempfänger zur*zum Erzähler*in
Wir verwandeln das Bild des „passiven Hilfeempfängers“ in das der aktiven Gestalter*innen. In geschützten Workshops erhalten die Teilnehmenden Raum, ihre persönlichen Geschichten mit allen Brüchen und Triumphen selbst zu erzählen. Sie agieren als Expert*innen ihrer eigenen Biografie — und verwandeln unsichtbare Lebensleistung in sichtbares gesellschaftliches Kapital.
Durch mehr Sichtbarkeit erhalten die Geschichten und Lebensleistungen der „stillen Held*innen“ den Platz, den sie verdienen, und werden als wertvoller Teil unserer gemeinsamen Erinnerungskultur anerkannt. Dieses Empowerment stärkt ihr Selbstwertgefühl, fördert den intergenerativen Dialog und setzt ein Zeichen gegen Einsamkeit sowie für eine inklusive, respektvolle Gesellschaft.
Alter und Migrationsgeschichte stellen kein Hindernis dar — sie sind ein unschätzbarer Reichtum für unsere Stadt und unsere Gesellschaft. St

HIBAM e.V. – Ihr ehrenamtlicher Verein für alle Menschen.